Donnerstag, 6. Februar 2014

191-200

mîn rede und mîner stimme schal.
ich tæte alsam diu nahtegal,
diu mit ir sanges dône
ir selben dicke schône
die langen stunde kürzet.
swenn über si gestürzet
wirt ein gezelt von loube,
sô wirt von ir daz toube
gevilde lûte erschellet.
ir dôn ir wol gevellet,

mein Erzählen und der Schall meiner Stimme klingen würde.
Ich würde es wie die Nachtigall machen,
die mit der Melodie ihres Sanges
sich selbst auf schöne Art und Weise
die langen Stunden verkürzt.
Wann auch immer über sie
eine Kappe aus Laub gestülpt wird,
dann wird von ihr das teilnahmslose Land 
mit lautem Klang überzogen.
Gut gefällt ihr ihre Melodie,

[Bei der Übersetzung des »gezelt von loube« bin ich mir unsicher.]

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